Gebet für Christen in Turkmenistan

Pastor NurlievWarum musste Pastor Ilmurad Nurliev seinen 46. Geburtstag in einem Arbeitslager verbringen? Ilmurad Nurliev, zweifacher Großvater, leitet seit 2004 als Pastor die "Svet-Miru-Gemeinde" (Licht der Welt) in der Stadt Mary im zentralasiatischen Turkmenistan. Seit dem Jahr 2007 versucht die Gemeinde, die Anerkennung durch die Regierung zu erhalten. Pastor Ilmurad leitete auch einen effektiven Dienst unter Drogenabhängigen. Früher war er selbst süchtig. Sein Engagement blieb den Behörden nicht verborgen. Sein Name steht auf der "Schwarzen Liste" vermeintlicher Dissidenten, die weder ein- noch ausreisen dürfen. (Pastor Nurliev vor seiner Verhaftung - Foto Open Doors)

Im Jahr 2009 kam es zu einer Durchsuchung der Gemeinderäumlichkeiten. Die Polizei beschlagnahmte mehr als 200 christliche Kassetten und DVDs. Im Jahr darauf wurden einige Gemeindemitglieder von der Polizei schikaniert, und im August 2010 nahm man Pastor Ilmurad fest. Ihm wurde vorgeworfen, von Gemeindemitgliedern Geld gestohlen zu haben. Doch Freunde von Pastor Ilmurad glauben, dass damit sein Einsatz für die Christen in seiner Heimat gestoppt werden sollte. Der Pastor wurde wegen Betrugs zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Diese Strafe musste er weit weg von seiner Familie im Arbeitslager Seydi verbüßen. Doch dann die überraschende Wende: Anders als bei früheren Amnestien bekam am 18. Februar 2012 auch Pastor Nurliev einen Straferlass. Doch steht er auch nach seiner Entlassung weiter unter Beobachtung. Bitten beten Sie für Pastor Ilmurad.

Weitere Gebetsanliegen

  • "Es war eine geniale Zeit voller Freude", sagte eine turkmenische Christin nach einer christlichen Frauenveranstaltung. "Viele der Frauen waren überrascht, all die anderen turkmenischen Christinnen zu sehen. Es gab Zeiten des Gebets, des Umarmens, des Austauschs." Danken Sie für die Projekte, um Christen in Turkmenistan in ihrem Glauben zu stärken.
  • Obwohl die Verfassung Religionsfreiheit gewährt, hatten Polizisten im Jahr 2010 verkündet, man werde alles dafür tun, damit es keine Christen mehr im Land gibt. Bitte beten Sie.
  • Turkmenische Christen mit muslimischem Hintergrund werden oft beleidigt und unter Druck gesetzt, zum Islam zurückzukehren. Bitte beten Sie, dass diese Christen standhaft bleiben können.
  • Viele Christen in Turkmenistan riskieren wegen ihres Glaubens ihren Arbeitsplatz. Bitte beten Sie, dass Gott ihnen beisteht und ihnen hilft.
  • Es gibt einige staatlich anerkannte christliche Gemeinden in Turkmenistan. Doch nicht registrierte Hausgemeinden oder nicht genehmigte Aktivitäten sind illegal. Bitte beten Sie für diese "Untergrundchristen".
  • Bitte beten Sie um Bewahrung von Jugendprojekten in Turkmenistan. Manchmal werden Sommercamps bei einer Polizeirazzia gestürmt und die Jugendlichen dann stundenlang ohne Essen und Wasser in Gewahrsam genommen.
  • Beten Sie für Einheit zwischen den einzelnen Gemeinden und um gottesfürchtige christliche Leiter in Turkmenistan.
  • Bitte beten Sie, dass im Land mehr fundierte Jüngerschafts- und Schulungsmaterialien verfügbar werden.
  • Turkmenische Christen muslimischer Herkunft leben oft isoliert von anderen Christen. Beten Sie, dass sie immer wieder Wege der Gemeinschaft finden und Gott sie ermutigt.

Christenverfolgung heute hat viele Gesichter: Ihr Gebet stärkt und ermutigt verfolgte Christen. Hier finden Sie weitere Anliegen…

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