Gebet für Christen in Nigeria

Quer durch Nigeria verläuft eine Linie. Keine zwar, die auf einer Landkarte eingezeichnet ist, aber das Land grob in zwei Hälften teilt: in den überwiegend christlichen Süden und den überwiegend muslimischen Norden. In der größten Nation Afrikas mit rund 148 Millionen Einwohnern ist gut die Hälfte christlich. Den Islam brachten vor dem Christentum vom Norden her arabische Händlern über die Karawanenstraßen in die Sahelzone. Die christlichen Missionare kamen mit den britischen Kolonialherren vom Süden.

Junge aus NigeriaHeute ist der Norden Nigerias zu einem Synonym für Fanatismus und archaische Rückständigkeit geworden, seit zwölf der nördlichen Bundesstaaten vor einigen Jahren das islamische Recht (Scharia) eingeführt haben. In diesen Staaten stehen Christen Verfolgung und Diskriminierung gegenüber. Sie dort haben gelernt, vor Gericht, in der Schule, bei der Arbeit oder in der Gesellschaft keine faire Behandlung zu erwarten. In muslimischen Krankenhäusern werden sie abgewiesen, wenn bekannt wird, dass sie Nicht-Muslime sind. Mit brutaler Gewalt gehen Extremisten wie die radikal-islamische Sekte "Boko Haram" (zu Deutsch "moderne Erziehung ist Sünde") immer wieder mit Gewalt gegen Kirchengemeinden vor. (Symbolfoto Open Doors)

Viele Christen haben den Norden aus Angst verlassen. Bibeln, christliche Literatur oder Studienmaterialien sind kaum zu bekommen. Gemeinden, die der Verfolgung trotzen und in ihrer Heimat Zeugen Jesu sein wollen, stehen vor großen Herausforderungen. Mehrere christliche Krankenhäuser hat Open Doors gemeinsam mit einheimischen Gemeinden eröffnet und einige christliche Schulen. Zudem können sich Pastoren und Gemeindeleiter in Schulungen auf die Herausforderungen der Kirche inmitten eines feindlichen Umfeldes vorbereiten. Beten Sie für die Christen im Norden Nigerias.

Weitere Gebetsanliegen:

  • Das islamische Rechtssystem in zwölf der nördlichen Bundesstaaten stellt örtliche Christen vor große Herausforderungen. Eigentlich gilt die Scharia nicht für Nicht-Muslime, doch werden immer wieder auch Christen vor ein Scharia-Gericht gestellt. Beten Sie für die Christen, die in diesen Staaten leben.
  • Im Jahr 2011 gab es mehrere Angriffe auf christliche Viertel und Wohngegenden mit vielen Toten und Verletzen. Beten Sie für die Betroffenen und die Familien der Opfer.
  • Islamische Extremistengruppen, die gewaltsam die muslimische Vorherrschaft erreichen wollen, haben ihre Aktivitäten in Nord-Nigeria verstärkt. Beten Sie um Gottes Bewahrung vor Anschlägen und Übergriffen.
  • Mehrere hundert Menschen sind schon bei ethnisch-religiös motivierten Ausschreitungen in Jos, der Hauptstadt des zentral gelegenen Bundesstaates Plateau, getötet worden. Radikale Muslime hatten Kirchen angegriffen und ein Blutbad verursacht. Beten Sie auch hier für die Hinterbliebenen.
  • Beten Sie um Trost und Stärkung für die Witwen, deren Ehemänner getötet wurden. Mit ihren Kindern sind sie nun von der Hilfe anderer abhängig.
  • Trotz aller Feindseligkeiten haben Muslime durchaus Interesse am christlichen Glauben. Einige hatten einen Traum von Jesus, der im Islam als bedeutender Prophet gilt. Danken Sie Gott für jeden Einzelnen und bitten Sie, dass die Suchenden Jesus als Gottes Sohn kennen lernen.
  • Beten Sie um Weisheit und Mut für die Gemeindeleiter, die Kontakt zu ihren muslimischen Nachbarn suchen und sich um Christen kümmern, die noch jung im Glauben sind.
  • Beten Sie um Trost und Versorgung für jene, die bei gewalttätigen Ausschreitungen ihr Zuhause verloren haben oder beraubt wurden.
  • Die Verfolgung in Nigeria nimmt immer mehr zu. Beten Sie, dass es den Pastoren und Gemeindemitarbeitern immer wieder gelingt, besonders junge Christen anzuleiten, auf Gewalt nicht mit Gegengewalt zu antworten.

 Christenverfolgung heute hat viele Gesichter: Ihr Gebet stärkt und ermutigt verfolgte Christen. Hier finden Sie weitere Anliegen…

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