Gebet für Christen auf den Malediven
Im Inselreich der Malediven wurde ein indischer Lehrer am 14. Oktober 2011 des Landes verwiesen, weil er eine Bibel in seinem Haus hatte. Zuvor war Shijo Kokkattu von Sicherheitskräften 15 Tage lang festgehalten worden. Der 30-Jährige ist katholischer Christ und Lehrer an der Raafainu-Schule auf dem Raa-Atoll. Bei einer Hausdurchsuchung durch die Polizei Ende September wurde Shijo Kokkattu festgenommen. Unter dem Vorwurf, er predige Muslimen seinen christlichen Glauben, brachten ihn die Beamten zum Verhör auf eine andere Insel. Shijo Kokkattu arbeitete seit zwei Jahren an der Schule, deren Direktor ihn als "sehr guten Lehrer" bezeichnete. (Symbolfoto Open Doors)
Versehentlich hatte Kokkattu einige christliche Lieder in einem indischen Dialekt sowie ein Marienbild auf den Schulcomputer hochgeladen. Kollegen hatten ihn daraufhin angezeigt.
Im September hat das Ministerium für Islam-Angelegenheiten das "Gesetz für religiöse Einheit" aus dem Jahr 1994 verschärft und neue Vorschriften erlassen. Demnach ist das Verbreiten nicht-islamischer Lehren verboten. Nur amtlich genehmigte Prediger dürfen in der Öffentlichkeit sprechen. Sie dürfen dabei keinen Hass gegen Anhänger anderer Religionen schüren. Jede Verletzung des Gesetzes kann mit zwei bis fünf Jahren Haft, der Verbannung oder Hausarrest bestraft werden. Ausländer, die sich hierbei strafbar gemacht haben, werden des Landes verwiesen. Die schärferen Regeln waren von Mitgliedern islamischer Organisationen wie der "Islamic Foundation of Maldives" kritisiert worden. Da sich der Koran gegen das Judentum und Christentum ausspreche, sollten sie ihrer Meinung nach auch diese Religionen kritisieren dürfen.
Beten Sie besonders für die wenigen Christen muslimischer Herkunft auf den Malediven. Sie können ihren Glauben nur im Geheimen leben und brauchen den Beistand im Gebet von Glaubensgeschwistern in aller Welt. Die Regierung stellt die Verbreitung nicht-islamischer Lehren unter Strafe.
Weitere Gebetsanliegen:
- Alle Bewohner dieser Inselgruppe müssen Muslime sein. Christen muslimischer Herkunft haben deswegen mit starker Verfolgung zu kämpfen. Beten Sie für diese verfolgten Glaubensgeschwister.
- Die Gesetzgebung verbietet allen Bürgern die Ausübung einer anderen Religion als dem Islam; Kirchen sind verboten, ebenso der Import von christlicher Literatur. Beten Sie, dass es den Christen dennoch möglich ist, sich zu treffen und Bibeln erhalten.
- Auch für Touristen wurden härtere Auflagen erlassen, nachdem einige bei dem Versuch erwischt wurden, Bibeln ins Land zu bringen.
- Einige einheimische Christen sind von anderen isoliert und werden durch die Behörden überwacht. Beten Sie für diese Christen im Untergrund.
- Beten Sie, dass die Christen gefahrlos mit Landsleuten über ihren Glauben sprechen können. Beten Sie um die Gabe, unterscheiden zu können, wer ehrliches Interesse an einem Glaubensgespräch hat.
- Beten Sie für die Kinder, die in zerrütteten Elternhäusern aufwachsen. Diese Kleinen haben kein gutes Vorbild, an dem sie sich orientieren können.
- Christen auf den Malediven ist es untersagt, sich zu einem Gottesdienst zu versammeln. Beten Sie, dass Gott ihnen Wege aufzeigt, wie sie Gemeinschaft miteinander haben können.
- Für viele Touristen sind die Malediven ein beliebtes Urlaubsziel. Beten Sie, dass die Christen unter ihnen durch ihr Verhalten und Reden ein gutes Zeugnis für Jesus und die Bewohner des Gastlandes sind.
- Häufig sind die Malediven eher als Taucherparadies bekannt und weniger als Christenverfolgerstaat. Beten Sie, dass viele Christen in der "freien Welt" sich an die Seite ihrer Glaubensgeschwister auf dieser Inselgruppe stellen.
- Einheimische Christen brauchen Ermutigung; sie fühlen sich alleine gelassen. Beten Sie, dass Gott ihnen nahe ist und sie stärkt.
Christenverfolgung heute hat viele Gesichter: Ihr Gebet stärkt und ermutigt verfolgte Christen. Hier finden Sie weitere Anliegen…
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