Gebet für Christen in Laos
Pastor Kye hat sich für ein Leben mit Jesus Christus entschieden, doch dafür seine Freiheit verloren: Im Jahr 2000 wurde er verhaftet. Auch alle anderen Christen in seinem Dorf wurden genötigt, ihren Glauben an Jesus zu widerrufen. Andernfalls würden sie ihr Land und ihre Lebensgrundlage verlieren. Als Provinzpastor war Kye für mehrere kleinere Hausgemeinden verantwortlich. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung war seine Gemeinde auf etwa 500 Mitglieder angewachsen. (Pastor aus Laos - Foto Open Doors)
Nach vier Jahren im Gefängnis kehrte er zurück in sein Dorf. Die Zeit im Gefängnis hatte Kyes Verlangen gestärkt, Jesus Christus in seinem Dorf und der Umgebung bekannt zu machen. Sein Schwiegervater, ein Dorfvorsteher in der Region, war darüber nicht begeistert. Er hatte Kyes neuen Glauben nie akzeptiert. Um zu vermeiden, dass Kye erneut mit seinen christlichen Aktivitäten beginnt, befahl der Dorfvorsteher den Umzug des Pastors in eine andere Region. Im Juni 2006 packten Kye, seine Frau und die beiden Söhne ihr Hab und Gut und verließen das Dorf. Sein Schwiegervater warnte ihn, dass es Ärger geben würde, wenn er jemals wieder zurückkommen sollte. An ihrem neuen Wohnort gründete Kye mit seiner Frau eine neue Gemeinde.
"Sie gruben ein großes Loch"
Im Jahr 2009 kehrte Kye mit seinem Neffen, der ebenfalls Christ ist, noch einmal zurück in das Dorf. Sie wollten beim Umzug seines Bruders mithelfen. Sobald sie ihren alten Wohnort erreicht hatten, wurden die beiden von den örtlichen Behörden verhaftet. "Die Polizei fesselte uns an Händen und Füßen", erzählt Kye. "Wir konnten weder sitzen noch liegen oder uns waschen. Am darauffolgenden Tag brachten uns die Polizisten in ein kleines Dorf. Dort gruben sie ein großes Loch, eine Art Zelle. Einen Monat lang mussten wir dort ausharren. Die Polizei wollte unsere Verhaftung geheim halten. Was ich dort erlebt habe, war weitaus schlimmer als beim ersten Mal, als ich eingesperrt war."
Den beiden wurde vorgeworfen, das Christentum verbreitet zu haben, was in Laos nahezu als staatsfeindliche Aktion gilt. Ihnen wurde jeglicher Besuch, auch von der eigenen Familie, verboten. Da es kein offizielles Verfahren gegen Kye gab, wurde er nach sieben Monaten wieder entlassen. Sein Neffe kam bereits zu einem früheren Zeitpunkt frei. Kyes Geschichte ist nur ein Beispiel dafür, welchen Repressionen Christen in dem südostasiatischen Land ausgesetzt sind. Beten Sie für Kye und seine Gemeinde.
Weitere Gebetsanliegen:
- Die Einstellung der Regierung in Laos Christen gegenüber ist sehr negativ. Beten Sie, dass die Christen im Land standhaft bleiben können.
- Viele Christen werden unter Druck gesetzt, ihren Glauben an Jesus zu widerrufen. Beten Sie, dass Gott sie bei Verhören stärkt und sie ermutigt.
- Immer wieder werden Christen besonders auf dem Land willkürlich verhaftet und kommen ohne offizielles Verfahren ins Gefängnis. Beten Sie bitte für diese Christen.
- Mehrere christliche Familien wurden aus dem Dorf Katin im Süden des Landes vertrieben, da sie sich geweigert hatten, ihren Glauben zu widerrufen. Sie müssen nun im Wald leben. Beten Sie, dass Gott diese Familien versorgt.
- Beten Sie um Gottes Schutz für die Kinder der vertriebenen Familien.
- Trotz Verfolgung wächst die Gemeinde in Laos. Danken Sie Gott dafür.
- Beten Sie, dass die Christen in Laos den Mut und die Stärke haben, an Jesus festzuhalten.
- Beten Sie, dass die politischen Vorgaben zur Förderung der Glaubensfreiheit in Laos in den ländlichen Gebieten in Kraft gesetzt werden. Viele Christen leben in ländlichen Regionen oder Stammesgebieten.
Christenverfolgung heute hat viele Gesichter: Ihr Gebet stärkt und ermutigt verfolgte Christen. Hier finden Sie weitere Anliegen…
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