Indien: Massaker überlebt
"Ich bin dankbar, dass ich durch die Gnade Gottes überlebt habe." - Abraham aus Indien
Abraham Mali aus der Ortschaft Rudangia lebt seit August 2008 in einem Flüchtlingslager im indischen Bundesstaat Orissa.
Hindu-Extremisten richteten über Wochen ein Blutbad unter Christen an. Sie schoben Christen die Ermordung eines ihrer Anführer in die Schuhe. Wenngleich sich eine maoistische Gruppe dazu bekannte, zogen Extremisten mit Macheten und brennenden Fackeln bewaffnet, gegen Christen aus.
"Als die Gewalt ausbrach, waren wir in der Kirche und beteten. Wir hatten große Angst. Ich versuchte, mit den Angreifern zu reden. Einer schlug mich nieder, und ich musste mit einer Kopfwunde ins Krankenhaus. Sie brannten die Kirche nieder, plünderten die Häuser. Viele wurden schwer verletzt, ein Mitbruder wurde bei lebendigem Leib verbrannt. Meine Frau war im neunten Monat schwanger; auf der Flucht verlor sie unser Baby. Unser Dorf war schon früher mehrmals überfallen worden. Die meisten wollen nicht mehr zurück.
Ich bin dankbar, dass ich durch Gottes Gnade überlebt habe. Doch ich mache mir Sorgen. Bitte betet, dass die Lage nicht schlimmer wird, und betet auch für die fanatischen Hindus. Sie hetzen die Jugend auf und sagen, wir seien Terroristen."