Mann im Gefängnis
 

Sri Lanka: Neuanfang nach Wirbelsturm

"Eine Familie harrte zwei Tage auf einer Tischplatte aus"

(Open Doors) – Gut drei Monate nach dem verheerenden Wirbelsturm Laila bedanken sich Glaubensgeschwister in Sri Lanka für die Gebete und Nothilfe. Nicht nur, dass ihnen selbst geholfen wurde: Einheimische Christen haben auch Lebensmittel an buddhistische Landsleute weitergegeben, von denen sie sonst verfolgt werden.  

Sri Lanka: Notunterkunft nach dem Zyklon LailaTausende Menschen in Not
Am 22. Mai stürmte der Zyklon "Laila" über Sri Lanka hinweg. Besonders schwere Zerstörungen wurden aus Gampaha im Westen der Insel berichtet. Mehr als 190.000 Familien waren betroffen. Tagelange Regenfällen führten zu Überschwemmungen und Schlammlawinen durch die mindestens 26 Menschen starben. Ganze Straßen wurden von den Fluten weggerissen. Tausende verloren ihr gesamtes Hab und Gut und mussten versorgt werden. "In kürzester Zeit standen unsere Häuser über einen Meter hoch unter Wasser", erinnert sich Pastor Sumeda von der Kirche "Haus des Gebetes" in Thotalanga, Gampaha. "Wir hatten nicht erwartet, dass es so schlimm wird." Sumeda erzählt von einer Familie, die zwei Tage lang auf einer Tischplatte ausharren musste. Sie sind die einzigen Christen in ihrem Dorf und wurden bei der Verteilung von Hilfsgütern übergangen. (Bild: eine Familie in einer Notunterkunft)

Essen, Obdach, sauberes Wasser
Gemeinsam mit der Evangelischen Allianz Sri Lanka (NCEASL) und 29 Freiwilligen aus lokalen Gemeinden -darunter Pastor Sumeda - erreichte Open Doors diejenigen, die bislang keine Hilfe erhalten hatten. Einsatzgebiete dieses Hilfsbündnisses waren die Region Gampaha und Galle im Süden des Landes. In manchen der Dörfer leben Christen, die als Minderheit verfolgt werden. Glaubensgeschwister weltweit beteten für die Menschen in Sri Lanka. Dank der Unterstützung konnten 500 Kinder in Gampaha sofort versorgt werden. 3.675 Flutopfer erhielten Nothilfepakete. Open Doors half der NCEASL dabei, ein Brunnenprojekt in Galle zu starten. Miteinander haben örtliche Christen und Buddhisten 54 Brunnen gereinigt. 12 Dörfer im Distrikt erhielten dadurch wieder Zugang zu sauberem Wasser. Zudem versorgte Open Doors 43 Familien mit Zement und Dachplatten für den Wiederaufbau ihrer Häuser.

Sri Lanka: Verteilung von Hilfe"Wir gingen auch in Gebiete, in denen wir noch nie waren. Dort leben überwiegend Muslime und Buddhisten", erzählt Pastor Sumeda. "Die Bewohner waren so dankbar für die Hilfspakete. Wir zeigten ihnen damit auch die Liebe Jesus zu allen Menschen." Pastor Sumeda hofft, dass dadurch auch Vorurteile gegenüber Christen ausgeräumt werden konnten. "Gott hat uns ermutigt, nicht zuletzt durch eure Gebete und Hilfe" grüßt Sumeda. "Möge Gott alle Beter segnen.

 

Gebetsanliegen: 

  • Danken Sie für die geleistete Nothilfe, und dass lokale Christen mit ihrem Hilfsbündnis die Liebe Jesu weitergeben konnten.
  • Beten Sie, dass die verschiedenen Religionsgruppen in Sri Lanka friedlich zusammenleben und gemeinsam ihre Region wiederaufbauen.
  • Beten Sie auch weiterhin für die Flutopfer in Pakistan. Die Menschen sind auf jede Hilfe angewiesen. Krankheiten breiten sich. Die Flut hat tausende von Häusern, Dörfer und Städte einfach weggespült.

 

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