Evangelist brutal ermordet
"Ich bete, dass Gott die Herzen der Mörder meines Mannes verändert."
Es war eine grausame Tat. Anfang Mai ist im ostindischen Bundesstaat Bihar der 32-jährige Evangelist Ravi Murmu ermordet worden. Man fand seinen verstümmelten Leichnam in Jamalpur im Bezirk Munger. Seine Hand war mit einer scharfen Waffe fast vom Arm abgetrennt worden. Gesicht und Hals wiesen Schnittverletzungen auf. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Zwei Tatverdächtige wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.
Geplanter Mord
Ravi Murmu war gerade auf dem Rückweg von einer Vorführung eines Films über das Leben Jesu, als er überfallen wurde. Nahezu 200 Menschen – Christen und Hindus – kamen zur Vorführung. Christen der Gegend vermuten, dass er aufgrund seines evangelistischen Engagements umgebracht wurde. "All seine Habe war unversehrt. Sein Motorrad, seine Bibel, sein Handy, die Armbanduhr und etwas Kleingeld - nichts wurde gestohlen", sagt Murmus Schwager Shiv Kumar. "Es sieht wie ein geplanter Mord aus. Ravi wurde angegriffen, als er ganz allein war." In der Gegend herrsche eine christenfeindliche Stimmung, erzählt die Frau von Pastor Mandal. In den 32 Jahren, in denen ihr Mann im Jamalpur seinen Dienst tut, sei er "tagein, tagaus" bedroht worden. Schon einmal wurde Ravi Murmu bei einem Angriff durch Hindu-Extremisten schwer verletzt. "Damals wurde er auch zusammengeschlagen und im Gesicht verletzt", erinnert sich Pastor Mandal. "Murmu war eine Perle unserer Versammlung. Der Verlust ist sehr groß."
Witwe betet für die Mörder ihres Mannes
Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors bittet, für die Familie von Ravi Murmu zu beten. Er hinterlässt seine Frau Rinku und die 8-jährige Tochter Celesty sowie seine verwitwete Mutter. Am 23. Juni hätte das Paar seinen 11. Hochzeitstag gefeiert. "Ich bete, dass Gott die Herzen derer verändert, die das getan haben", sagte Rinku Murmu. "Mein Gebet ist, dass auch sie eines Tages das Kreuz Christi tragen und das Evangelium weitergeben."
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für Ravi Murmus Frau Rinku und die Tochter Celesty sowie seine Mutter. Möge Gott ihnen in dieser schweren Zeit besonders nahe sein.
- Beten Sie auch für die Christen in Jamalpur, die in einem feindlich gesinnten Umfeld ihren Glauben leben.
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