Mann im Gefängnis
 

Bhutan: Christen im Untergrund

"Trotz Einschränkungen sind wir glücklich"

In Bhutan können Christen ihren Glauben nur im Untergrund praktizieren. Der Buddhismus ist dem Land im Osten des Himalayas Staatsreligion. Nach einer Volkszählung im Jahr 2005 fallen Christen - die sich als solche bekannt haben - unter die Kategorie "andere". Schätzungen zufolge sollen offiziell zwischen 3.000 und 6.000 Christen in Bhutan leben.

Der Bau von Kirchen, christliche Friedhöfe oder Buchläden sind nicht erlaubt. Bhutan, das über 100 Jahre lang eine absolute Monarchie war, wurde im März 2008 zu einer demokratischen konstitutionellen Monarchie. Dennoch hat sich nach Aussagen von einheimischen Christen die Religionsfreiheit kaum verbessert. Der 31-jährige König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck, der in den USA und England studierte, gilt als fortschrittlich, jedoch konservativ auf religiösem und kulturellem Gebiet.

"Selbst jetzt wird das ernste Folgen haben", antwortete ein Pastor einer Hausgemeinde auf die Frage, was geschehen würde, wenn Behörden eine christliche Hausgemeinde entdecken würden. Der Pastor, der anonym bleiben möchte, wäre im Jahr 2008 fast verhaftet worden. Von den 670 000 Einwohnern Bhutans sind laut Volkzählung 75 Prozent Buddhisten, etwa 22 Prozent sind Hindus (meist nepalesischen Ursprungs).

Immer noch Monarchie
Nach Aussage des Pastors ist "Bhutan noch immer eine Monarchie". Die Zeit müsse erst noch kommen, wenn Christen als religiöse Gemeinschaft geschützt werden. Die königliche Regierung sei zu den Bürgern sehr fürsorglich, so der Pastor. "Wir bekommen kostenlose Bildung, Medizin und Krankenhausversorgung. Die Kriminalitätsrate ist sehr niedrig. Doch den Bau einer Kirche zu beantragen, dass übersteigt bis jetzt unsere Vorstellungskraft."

Im Mai 2009 zitierte die "Bhutan Times" den Innenminister mit den Worten, es sei absolut in Ordnung, dass es Menschen in Bhutan gäbe, die als Christen geboren worden sind. Die Verfassung unterstütze sie. "Aber vom Buddhismus zum Christentum zu konvertieren ist ungesetzlich. Wenn wir Beweise für Missionierung im Land erhalten, werden wir definitiv etwas unternehmen."

Quelle: Compass Direct

Gebetsanliegen:

- Danken Sie Gott, dass die Christen im Bhutan trotzallem eine positive Sicht haben. Ein Pastor aus der Hauptstadt sagte: "Abgesehen von religiösen Einschränkungen, sind wir glücklich, in Bhutan zu sein. Seht euch die Unruhen in Indien, China und Nepal an. Wir sind glücklich und Gott dankbar für diese Nation."

- Beten für Religionsfreiheit in Bhutan. Christen können ihren Glauben derzeit noch immer nur im Untergrund praktizieren. Friedliche Gespräche über den christlichen Glauben mit Buddhisten können leicht als Bekehrungsversuche ausgelegt werden.

zum Länderprofil Bhutan hier...