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Algerien: Kirche angezündet

"Algerien ist ein Land des Islam. Geht woanders beten!" 

Nach der Zerstörung einer Kirche im algerischen Tizi Ouzou ruft das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors weltweit zu Gebeten für die Christen auf. Seit geraumer Zeit wird die "Tafath"-Gemeinde von radikalen Muslimen bedroht. In der Nacht vom 9. auf den 10. Januar brachen mehrere Männer in das Gemeindehaus ein, verwüsteten die Einrichtung und setzten es schließlich in Brand.

Polizei ordnete Schließung an

Zu der vor fünf Jahren gegründeten evangelischen Gemeinde gehören viele ehemalige Muslime. Bis vorigen November versammelten sich die Mitglieder in einem gemieteten Gebäude. Das wurde für die fast 350 Gottesdienstbesucher zu eng. Über die Eröffnung einer neuen Kirche in Bekkar, einem Distrikt östlich von Tizi Ouzuo, und die vielen Besucher sind die muslimischen Anwohner verärgert, hieß es in einem Bericht in der algerischen Zeitung "El Watan". Obwohl die "Tafath" der Evangelischen Kirche Algeriens (EPA) angeschlossen ist, ordnete die Polizei kurz nach der Eröffnung die Schließung der Kirche an. Pastor Kirèche widersetzte sich der Anordnung.

Chronik der letzten Tage
Rund 20 Muslime umstellten am 26. Dezember das Gebäude und boykottierten den Weihnachtsgottesdienst. Besucher wurden daran gehindert, in die Kirche zu gehen. Laut "El Watan" riefen die Demonstranten: "Algerien ist das Land des Islam! Geht woanders beten." Die Gruppe hielt sich bis zum 28. Dezember vor der Kirche auf. Zudem wurde in das Gebäude eingebrochen und Mikrofone und Lautsprecher gestohlen. Am 30. Dezember wurde die Stromzufuhr gekappt. Während eines Gottesdienstes am 2. Januar drangen mehrere Männer in die Kirche und bedrohten Christen. Die Versammlung wurde umgehend beendet. Seitdem wird den Christen der Zugang zur Kirche verweigert. Berichten zufolge erhielt der Pastor Mustafa Krireche Todesdrohungen. Polizei und Behörden versuchten am 9. Januar die vor der Kirche verbliebenen Muslime zu beruhigen. Später brachen einige in das Gebäude ein. Polizisten konnten die Eindringlinge nach einiger Zeit aufhalten. Doch in der Nacht brachen Muslime erneut ein, zerstörten die Einrichtung und setzten schließlich das Haus in Brand.

Gebetsanliegen:

- Beten Sie für Mut und Zuversicht für die Christen der "Tafath"-Gemeinde.

- Beten Sie, dass die Polizei die Christen vor den zunehmenden Angriffen schützt. Häufig greifen Behörden nicht oder zu spät bei anti-christlicher Gewalt ein.
 
- Beten Sie für Weisheit für die Gemeindeleiter. Sie müssen nun entscheiden, wie es weitergeht.