Jordanien
Die jordanische Verfassung garantiert Religionsfreiheit. Der Islam ist Staatsreligion. Das Ministerium für religiöse Angelegenheiten überwacht religiöse Gruppen im Land wie auch islamische Institutionen. Es ernennt auch Imame und finanziert Aktivitäten in Moscheen. Weihnachten ist in Jordanien ein gesetzlicher Feiertag, der in christlichen Haushalten und Geschäftshäusern gefeiert wird.
Obwohl Jordanien als eines der am stärksten westlich orientierten Länder des Nahen Ostens gilt, ist die Weitergabe des Evangeliums an Muslime wie auch die Bekehrung vom Islam zum Christentum verboten. Konvertiten aus dem Islam sehen sich gesellschaftlicher und manchmal staatlicher Diskriminierung ausgesetzt. Muslime, die zu einer anderen Religion übertreten, werden weiter als Muslime angesehen und fallen unter die Gerichtsbarkeit von Scharia-Gerichten. Ihr Religionswechsel wird offiziell nicht anerkannt.
Ausländische Christen, denen Mission unter Muslimen unterstellt wurde, wurden in der Vergangenheit schon des Landes verwiesen. Ehemalige Muslime praktizieren ihren christlichen Glauben häufig im Geheimen.
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