Nach dem Einmarsch der US-amerikanischen Truppen in den Irak (2003) scheint das Land noch immer von dauerhaften Frieden, von Freiheit und Demokratie entfernt zu sein. Schiiten und Sunniten liefern sich einen Krieg um die Macht im Irak, islamistische Terrorgruppen verbreiten Angst und Schrecken. Die Situation für die Kirche hat sich nicht verbessert. Anfang der 1990er Jahre gab es noch 850.000 Christen im Irak; im Jahr 2003 lebten nur noch 550.000 Christen im Land.
Kampf gegen Christen
Heute sind die schätzungsweise 385.000 Christen der Verfolgung krimineller Banden und radikaler Islamisten ausgesetzt, die scheinbar den Irak von "Ungläubigen reinigen" wollen. Sie führen einen brutalen Kampf gegen Christen, die sie als Verbündete des Westens ansehen. Die Meldungen über Einschüchterungen, Demütigungen, Entführungen, Folter, Vergewaltigungen und Zwangsverheiratungen von Christinnen oder die Zerstörung von Kirchen reißen nicht ab.
Christen in Angst
Aus ganzen Stadtteilen in Bagdad oder Mosul wurden Christen nach Morddrohungen oder Anschlägen vertrieben. Die ohnehin kleine Gemeinde im Irak dünnt aus. Ein Mitarbeiter berichtet, die Christen seien deprimiert, haben Angst und vereinsamen. Immer müssen sie auf der Hut sein, überprüfen ihre Autos, bevor sie losfahren, oder benutzen sie nicht mehr. Zudem entführen kriminelle Banden vermeintlich wohlhabende Christen oder Kirchenleiter in Erwartung hoher Lösegeldsummen und um die Kirche einzuschüchtern.
Wer nicht das Land verlassen hat, versucht ins sichere Autonome Gebiet Kurdistan zu kommen und dort eine neue Existenz aufzubauen. Das Gebiet ist relativ sicher; der Rest des Landes ist für die christliche Minderheit unsicher und gefährlich.
Werden Sie Gebetspate!
Der Irak ist ein Land der dreijährigen Gebets- und Hilfskampagne "Gefährlicher Glaube" für Christen in der islamischen Welt. 10 Minuten beten für verfolgte Christen und ehemalige Muslime.
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