Weltverfolgungsindex

Aserbaidschan

Obwohl das Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit in Aserbaidschan laut Verfassung garantiert wird, sind alle religiösen Gemeinschaften verpflichtet, sich registrieren zu lassen.

Verschärftes Gesetz

Im Mai 2009 traten in Aserbaidschan das neue restriktive Religionsgesetz sowie Novellen zum Strafgesetz und Verwaltungsgesetz in Kraft. Bis Januar 2010 müssen sich alle registrierten Religionsgemeinschaften und religiösen Organisationen neu registrieren lassen. Viele Gemeinden befürchten nun, ihren rechtlichen Status zu verlieren, wenn ihr Antrag auf Neuregistrierung abgelehnt wird. Nicht registrierte Gemeinden wären somit illegal.

Einschränkungen der Gemeindeaktivitäten

Herstellung, Einfuhr, Verbreitung oder Verkauf von religiöser Literatur ohne staatliche Genehmigung ist eine Straftat. Gleiches gilt für die Durchführung religiöser Aktivitäten, die nicht ausdrücklich im Statut einer registrierten religiösen Organisation genannt sind. Jeder Umbau oder Neubau einer Kirche muss staatlich genehmigt werden.

Es bleibt für die Christen damit schwer, christliche Literatur zu erhalten. Die Aktivitäten religiöser Organisationen werden von der Geheimpolizei, dem Komitee für religiöse Angelegenheiten und örtlichen zivilen sowie religiösen Behörden beobachtet.

Christen gelten als Landesverräter

Christen, die die Landessprache Aseri sprechen, werden von der Gesellschaft eingeschüchtert und in Medien angegriffen. Sie werden als Kriminelle und Landesverräter dargestellt, da das Christentum mit Armenien, dem ewigen Feind Aserbaidschans, in Verbindung gebracht wird. Arbeitgeber behalten Christen oft nur ungern als Mitarbeiter.

Da in Aserbaidschan die Mehrheit der Bevölkerung muslimisch ist, wird das Christentum von vielen als ausländische Religion und die Abkehr vom Islam als Verrat an der Nation betrachtet. Auf Christen mit muslimischen Hintergrund üben die Behörden massiven Druck aus, damit die so genannten „Landesverräter“ zum Islam zurückkehren.

Werden Sie Gebetspate!
Aserbaidschan ist ein Land der dreijährigen Gebets- und Hilfskampagne "Gefährlicher Glaube" für Christen in der islamischen Welt. 10 Minuten beten für verfolgte Christen und ehemalige Muslime.

Zur Gebetskampagne