Weltverfolgungsindex

Afghanistan

In Afghanistan hat der Druck auf Christen und die Verfolgung u.a. durch die Taliban zugenommen. Obwohl in der Verfassung Religionsfreiheit garantiert wird, ist verboten, was "im Widerspruch zu den Überzeugungen und Vorschriften der heiligen Religion des Islam steht". Der Islam durchdringt alle Aspekte der Gesellschaft, und die Gesetze der Scharia sind mehr oder weniger in Kraft.

Evangelisieren verboten

Eine Abkehr vom Islam oder die Weitergabe des christlichen Glaubens wird als Angriff auf den Islam angesehen. Werden ausländische Christen bei der Weitergabe der christlichen Botschaft entdeckt, werden sie verhaftet und gewöhnlich des Landes verwiesen.

Verfolgung durch Familie

Wenn Muslime Christen werden droht ihnen die schärfste Verfolgung von der Familie, Nachbarn oder muslimischen Eiferern.  Ehemalige Muslime werden vertrieben, nachdem sie ihrer Familie von ihrer Konversion erzählt haben. Konvertiten müssen damit rechnen beschimpft und bloßgestellt oder geschlagen zu werden, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, ins Gefängnis zu kommen oder auch umgebracht zu werden. Sie werden oft von ihrer Familie und der Gesellschaft gedrängt, die kulturellen Normen des Islam zu befolgen. Einige Konvertiten mussten aus dem Land fliehen, um ihr Leben zu retten.

Gemeinde wächst trotz Schwierigkeiten

Doch trotz aller dieser Schwierigkeiten wächst die "unsichtbare" afghanische Kirche in allen Teilen der Gesellschaft.  Dabei spielen christliche Radioprogramme eine große Rolle. Es gibt Gruppen von ehemaligen Muslimen, die sich heimlich in kleinen Hausgemeinden versammeln. Es ist für Christen fast unmöglich, an Bibeln oder andere christliche Literatur oder Medien in ihrer Sprache zu kommen. 

Christenverfolgung weltweit - Werden Sie Gebetspate!
Afghanistan ist ein Land der dreijährigen Gebets- und Hilfskampagne "Gefährlicher Glaube" für Christen in der islamischen Welt. 10 Minuten beten für verfolgte Christen und ehemalige Muslime.

  Zur Gebetskampagne