Stärken durch Schulungen

John Knox aus dem südindischen Bundesstaat Tamil Nadu arbeitet als Evangelist im District Jehanabad im Bundesstaat Bihar. Es ist ein rückständiger Bundesstaat. Knox‘ Dienst ist zudem geprägt von Anfeindungen, Schikane und Verfolgung. Hindu-Extremisten missfällt sein Engagement für die Menschen der Region. Immer wieder wird er bedroht und beschimpft oder fälschlich der Zwangsbekehrung beschuldigt. Denn einige Hindus haben sich in der Vergangenheit schon zu Jesus Christus bekehrt. Mehrere kleine Hausgemeinden sind entstanden.

Für die gemeindliche Arbeit in einem Gebiet mit starker Christenverfolgung brauchen Pastoren und Gemeindemitarbeiter wie der 27-jährige John Knox eine fundierte Ausbildung. Sie sind als Leiter besonders herausgefordert, ihre Gemeindemitglieder zu stärken und zu einem friedlichen Umgang mit Verfolgung anzuleiten und zu ermutigen.

"Mutig gegen den Sturm"-Seminare

Schulung SudanOpen Doors hat dafür in Zusammenarbeit mit verfolgten Christen die Seminarreihe "Mutig gegen den Sturm" (SSTS-Standing Strong Through The Strom) entwickelt. Damit erhalten Pastoren und Gemeindeleiter Anleitungen im Umgang mit Verfolgung. Das Gelernte geben sie anschließend in ihren Heimatgemeinden weiter. SSTS-Seminare finden in den meisten Ländern statt, in denen Open Doors tätig ist – zum Schutz der Teilnehmer häufig im Untergrund.

 

Gestärkt und zuversichtlich

Auch John Knox besuchte solch ein mehrtägiges "Verfolgungsseminar" in Noida im Bundesstaat Uttar Pradesh. Noch 170 andere Pastoren aus unterschiedlichen indischen Bundesstaaten nahmen teil. Am Ende des Seminars überreichten Open Doors-Mitarbeiter jedem Teilnehmer ein kostenloses Bücherpaket mit Fachliteratur, Bibeln und Arbeitsmaterialien für den Gemeinde- und Pastorendienst. Die Bücher dieser Mini-Bibliothek hätte sich der 27-jährige Evangelist nie selbst kaufen können. 

Nach den Schulungstagen bedankte er sich bei Open Doors mit den Worten: "Das Seminar war sehr wertvoll für mich. Die Begegnungen und Gespräche mit anderen Pastoren, die in ihrem Dienst ebenfalls Verfolgung erleben, haben mich ermutigt. Wir konnten viel voneinander lernen. Ich selbst kenne viele Christen, die ihren Glauben an Jesus wieder aufgegeben haben, weil sie deshalb verfolgt wurden. – Hier habe ich gelernt, ihnen in ihren Zweifeln und Nöten besser weiterzuhelfen und sie zu ermutigen. Die Bücher sind ein wahrer Segen für mich und werden mir in meinem Dienst eine große Hilfe sein."
 
Anleiten und Ermutigen

Mit Projekten dieser Art hilft Open Doors in Ländern, in denen Christen und christliche Gemeinden Anfeindungen von Nachbarn, Behörden oder religiösen Eiferern ausgesetzt sind.

Weitere Projekte
• Seminare und Schulungen für Pastoren, Gemeindeleiter und –mitarbeiter
• SSTS-Verfolgungsseminare
• Glaubenskurse für Christen und altersgerechte biblische Unterweisung, z.B. Kinder- und Jugendprogramme in Gemeinden
• Alphabetisierungs- und Berufsbildungskurse
• christliche Programme für Radio und Fernsehen und Internetangebote
• Traumaseminare

Hilfe, die ankommt

Dank der Unterstützung vieler Spender konnten wir im Jahr 2009 insgesamt 170.350 Christen in Ländern mit Verfolgung in Glaubenskursen, Mitarbeiterschulungen oder Verfolgungsseminaren schulen.

"Ich kann Ihnen nicht genug danken. Es ist das erste Mal, dass ich biblische Unterweisung erhalten habe." Mahnaz, eine Hausgemeindeleiterin aus dem Iran

Auch wir bedanken uns an dieser Stelle für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung!

Spenden  

Verfolgte Christen berichten:

Bischof Samson Das, Bundesstaat Orissa/Indien: "Ihre Hilfe kam zur rechten Zeit. Wir danken Ihnen dafür. Nach gewalttätigen Vorfällen bleiben auch wir nicht von Hass und Rachegefühlen verschont. Die Seminare helfen uns, uns auf unsere christlichen Werte von Vergebung und Versöhnung zu konzentrieren."

Schulung in PhilliphinenEine Schulungsteilnehmerin aus Vietnam: "Seit zwei Jahren besuche ich Priscilla-Kurse. Dadurch bin ich geistlich gewachsen und bereit, nach Gottes Willen zu leben. Ich diene Gott, indem ich das, was ich gelernt habe, anderen Frauen in meiner Gegend weitergebe." 
   
Gary Foster, Leiter eines Traumaseminares in Gaza: "Die Ermordung von Rami Ayyad, dem Leiter des christlichen Buchladens im Gazastreifen im Jahr 2007, und der Gaza-Krieg wirkten sich auch auf unsere Gemeinden aus. Während des Traumaseminares beschrieben die neun Teilnehmer, darunter Mitarbeiter der Palästinensischen Bibelgesellschaft, ihre Gefühle: Einsamkeit, Depression, tiefer Verlust, Angst vor der Zukunft. Der Kurs half ihnen zu erkennen, dass ihre Gefühle Teil eines Trauerprozesses sind."

Schulung in NigeriaEvangelist Lokadoua im islamischen Ostkamerun: "Ich habe viel mit meinen muslimischen Brüdern zu tun. Sie gehören zum gleichen Volk wie ich. Bisher wusste ich nie, wie ich mit ihnen über Jesus Christus sprechen soll. Nun habe ich gelernt, von Jesus Zeugnis abzulegen."

Salma aus dem Iran eine Teilnehmerin des Seminars: "Diese Kurse brauchen wir wirklich. Es gibt verschiedene Probleme in unseren Hausgemeinden etwa: Wie gehen wir als Christen miteinander um? Was bedeutet gute Kommunikation? Ich lernte in dieser Schulung auch, dass ich meine Ehe pflegen muss. Ich will mehr Zeit mit meinem Mann verbringen und mit ihm zusammen die Bibel lesen."

Hushang, ein Lehrer aus dem Iran: "Ein Netzwerk aus iranischen Hausgemeinden war auf dem besten Weg, eine Sekte zu werden. Aber jetzt stelle ich fest, dass sie Gottes Wort besser verstehen. Die Bibel steht jetzt im Mittelpunkt."

Mahnaz, eine Hausgemeindeleiterin aus dem Iran: „Ich kann euch nicht genug danken. Es ist das erste Mal, dass ich biblische Unterweisung erhalten habe."