Mikrokredite für Taxifahrer

Open Doors unterhält verschiedene "Hilfe zur Selbsthilfe"-Projekte in Ländern des Nahen Ostens. So vergeben wir beispielsweise Mikrokredite an Christen mit muslimischem Hintergrund, die damit ein Auto kaufen und als Taxifahrer arbeiten.

Ehemalige Muslime verlieren häufig ihre Arbeitsstelle, wenn bekannt wird, dass sie den Islam verlassen haben. Die meisten "Taxiunternehmen" werden von Männern geführt. Doch auch eine Frau verdient damit ihr Geld. Sie befördert Frauen von A nach B.

Das Taxi-Projekt

Charles, unser Projektkoordinator, im Nahen Osten erklärt das Projekt: 

"In Zusammenarbeit mit lokalen Kirchen starteten wir in einem Land des Nahen Ostens ein "Taxi-Projekt". Wir wollten Christen mit muslimischem Hintergrund, die keinen Job haben, die Möglichkeit geben, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen; ihr eigenes Geld zu verdienen. Das Taxi gehört dem "Projekt" und wird von einem Fahrer per Mikrodarlehen gemietet. Er übernimmt die Unterhaltungs- und Instandsetzungskosten. Nach und nach zahlt er das Darlehen an das "Projekt" zurück. Das Geld kommt in einen Fond, aus dem später weitere Fahrzeuge gekauft werden können. Somit kann noch vielen anderen geholfen werden."

Wie die Hilfe ankommt

Taxifahrerin Muhsina:

Die 33-jährige Muhsina hat einen 13-jährigen Sohn und fährt seit geraumer Zeit ein Taxi. Weil sie den Islam verlassen hat, haben ihr Mann und ihre Familie sie aus dem Haus herausgeworfen. Mit dem Taxi verdient sie nun ihren eigenen Lebensunterhalt. Sie arbeitet sehr hart, um sich und ihren Sohn durchzubringen.

"Als ich das Auto bekam, veränderte sich mein Leben zum Positiven. Ich verdiene nun mein eigenes Geld und bin nicht mehr abhängig von Freunden. Gott hat mein Leben gesegnet. Ich kann während der Arbeit auch meinen Fahrgästen erzählen, wie Jesus mein Leben verändert hat."

Taxifahrer Adil (33):

"Ich wuchs auf in einer sehr fundamentalistischen muslimischen Familie. Aber der Islam erfüllt nicht meine Träume. In Drogen suchte ich Halt und wurde abhängig. Als ich Christ wurde, heilte mich Gott. Ich fand einen Sinn im Leben. Ich möchte meinen Fahrgästen erzählten, was Gott in meinem Leben getan hat und wie er mich freigemacht hat."

Erlebte Taxi-Geschichten

Wie ein Mann zu einer Bibel kam oder Amers wunderbare Begegnung mit dem Taxifahrer Adil

"Lange Zeit war ich auf der Suche nach einer Bibel. Doch ich wusste nicht, wie ich an eine herankomme sollte. Ich war früher Muslim. Doch heute bin ich ein heimlicher Christ. Es war zu gefährlich, einfach jemanden nach einer Bibel zu fragen. Eines Morgens sagte mir eine innere Stimme – vermutlich war es Jesus Christus selbst – ich sollte in einen bestimmten Stadtteil fahren. Als ich so die Straße entlang fuhr, sah ich ein anderes Auto. Es stand am Straßenrand und sprang nicht mehr an. Ich hielt an und bot meine Hilfe an. Gott ist wirklich gut. Denn es stellte sich heraus, dass der Fahrer des Autos ein heimlicher Christ ist, also auch wie ich ein früherer Muslim. Und - was für ein Wunder - er hatte eine Bibel in seinem Auto, die er mir schenkte."