Verfolgung von Christen im Iran
"Insbesondere Christen muslimischer Herkunft haben den Drang, Gott zu dienen. Sie rechnen mit stärkerer Verfolgung, doch inmitten der Gefahr wächst die Gemeinde Jesu." Sandra, Open Doors-Projekte für den Iran Seit Jahren schon gehört die Islamische Republik Iran auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors zu den Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, insbesondere Gläubige muslimischer Herkunft. In der Gebetskampagne "Gefährlicher Glaube" ruft Open Doors daher besonders für die verfolgte, aber dennoch wachsende und standhafte Gemeinde Jesu in diesem Land auf.
Licht inmitten von Dunkelheit
30 Jahre nach der islamischen Revolution im Iran sind viele Perser enttäuscht vom Islam. Die Versprechen der geistlichen Führer wurden nicht erfüllt, und in den Herzen herrscht geistliche Leere. Ehemalige Muslime werden vom Regime verfolgt, um sie zum Islam zurückzubringen. Derzeit sitzen einige Christen muslimischer Herkunft wegen ihres "Abfalls" vom Islam im Gefängnis. Trotz heftiger Verfolgung durch Sicherheitskräfte oder die eigene Familie wächst die Zahl der Christen im Iran stetig. Die Mehrheit der schätzungsweise 400.000 Christen im Land sind ehemalige Muslime. Ganze Familien kommen zum Glauben und gründen kleine Hausgemeinden.
"Das Schlimmste waren die Hinrichtungen"
Maryam Rostampour (29) und Marzieh Amirizadeh (32), beide Christinnen muslimischer Herkunft aus dem Iran, wurden im März 2009 verhaftet. 259 Tage lang waren sie in der Hauptstadt Teheran im berüchtigten Evin-Gefängnis eingesperrt. Ihnen drohte eine lebenslange Haftstrafe für ihren "Abfall" vom Islam. Über Wochen waren die Frauen in Einzelhaft und mussten zahlreiche Verhöre durch Beamte und islamische Geistliche über sich ergehen lassen. Zudem wurden sie unter Druck gesetzt, dem christlichen Glauben abzusagen und zum Islam zurückzukehren. Im Frühjahr 2010 wurden Rostampour und Amirizadeh durch die iranische Justiz freigesprochen, allerdings mit der Verwarnung, dass jegliche christliche Aktivität ihrerseits im Iran für sie schwere Konsequenzen haben würde. Inzwischen haben die Frauen den Iran verlassen. (Foto: ELAM)
Lesen Sie ein Interview mit Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh über ihre Zeit im Gefängnis und darüber, was sie trotz prekärer Haftbedingungen ermutigt hat, an ihrem Glauben festzuhalten.
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